Karriereseite statt Stellenanzeige: Warum sich 2026 keine Fachkräfte mehr über PDFs bewerben

Matthijs van der Meer
Webflow Developer
14. Januar 2026
21 Minuten
Das erwartet dich in diesem Artikel
Der Erstkontakt im Jobbereich findet fast immer auf dem Smartphone statt
Deine Karriereseite muss ein einziges Ziel verfolgen (Conversion) und Ablenkungen eliminieren
Zwinge Bewerber nicht zum Plattformwechsel (PDF -> E-Mail-App)
Webflow-Seiten laden sofort und ranken besser bei Google

Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal auf deinem Smartphone ein PDF heruntergeladen, reingezoomt und dann gedacht: "Wow, das macht Spaß, hier möchte ich meine Zukunft verbringen"? Wahrscheinlich noch nie. Trotzdem zwingen wir qualifizierte Fachkräfte jeden Tag genau dazu. Wir wundern uns über fehlende Bewerber, während unser Bewerbungsprozess noch im Jahr 2010 feststeckt. Die Wahrheit ist hart: Der Fachkräftemangel ist oft hausgemacht. In diesem Artikel zeige ich dir, warum dein PDF der effektivste Bewerberschreck ist und wie du deine Karriereseite in eine Recruiting-Maschine verwandeln musst. Spoiler: Es hat viel mit Vertrieb und wenig mit Personalverwaltung zu tun.

Realitätscheck: Dein Bewerber sitzt in der Bahn, nicht am Schreibtisch

Stell dir folgendes Szenario vor: Es ist Dienstag, 17:30 Uhr. Die S-Bahn ist voll. Lena, Senior Projektmanagerin (genau die Fachkraft, die du seit sechs Monaten verzweifelt suchst), ist auf dem Heimweg.

Sie sucht eigentlich gar keinen neuen Job. Sie ist glücklich, oder zumindest zufrieden genug, um nicht aktiv Monster oder StepStone zu durchforsten. Aber sie scrollt durch LinkedIn oder Instagram. Der Algorithmus kennt sie gut und spült ihr deine Stellenanzeige in den Feed. Das Bild catcht sie. Die Headline sitzt. Sie denkt: "Klingt spannend. Guck ich mir mal an." Sie klickt.

Und dann passiert das, was im Januar 2026 bei immer noch zu vielen deutschen Mittelständlern passiert:

  1. Ein PDF wird heruntergeladen (Datenvolumen!)
  2. Ihr Smartphone fragt: "In 'Dateien' öffnen oder speichern?"
  3. Sie öffnet es. Die Schrift ist winzig. Sie muss zoomen ("Pinch-to-Zoom"). Sie wischt nach rechts, nach links, verliert die Zeile
  4. Ganz unten steht: "Senden Sie Ihre aussagekräftigen Unterlagen an bewerbung@firma.de"

In diesem Moment hast du sie verloren. Glaubst du im Ernst, Lena merkt sich die E-Mail-Adresse, fährt nach Hause, fährt ihren Laptop hoch, sucht ihren Lebenslauf, formatiert ein Anschreiben und schickt das ab? Nein. Sie schließt den Tab. Sie wischt weiter zum nächsten Reel. Und morgen hat sie deinen Firmennamen vergessen.

Das Desktop-Trauma der Chefetage

Warum hält sich das PDF so hartnäckig? Weil Recruiting-Prozesse oft von Menschen genehmigt werden, die an einem 27-Zoll-Monitor in einem ergonomischen Bürostuhl sitzen.

Wenn dir deine HR-Leitung den Entwurf der Stellenanzeige schickt, öffnest du ihn wahrscheinlich in Outlook auf deinem Desktop. Das PDF sieht dort gestochen scharf aus. Das Layout ist "clean", das Logo oben rechts perfekt platziert. Du nickst das ab.

Das ist ein fataler Trugschluss. Du beurteilst das Material unter Laborbedingungen, die für deine Zielgruppe nicht existieren. Der "First Touchpoint", der erste Kontakt mit deiner Marke – findet 2026 fast ausschließlich auf dem Smartphone statt. Egal ob Gen Z oder erfahrener Millennial: Das Handy ist die Fernbedienung für unser Leben.

Bewerbung ist E-Commerce (nur härter)

Wir müssen Recruiting endlich als das verstehen, was es ist: Vertrieb. Der Bewerber ist dein Kunde. Die Stelle ist das Produkt. Im E-Commerce haben wir das längst begriffen. Wenn ein Onlineshop mobil nicht funktioniert oder der Checkout zu kompliziert ist, bricht der Kunde ab.

Amazon hat den "1-Click-Buy" nicht erfunden, weil sie faul sind, sondern weil jede Millisekunde Reibung Umsatz kostet. Warum akzeptieren wir im Recruiting Reibungsverluste, die im Vertrieb zur sofortigen Kündigung des Marketingleiters führen würden?

Wir verlangen von einem Bewerber (den wir dringend brauchen!), dass er Hürden überspringt, die wir keinem Kunden zumuten würden. Wer mobil nicht "kaufen" (sich bewerben) kann, existiert für den Markt nicht.

Der Realitätscheck tut weh, aber er ist notwendig: Solange dein Bewerbungsprozess darauf ausgelegt ist, dass der Kandidat am Schreibtisch sitzt, angelst du im leeren Teich. Die Top-Talente sind mobil. Und sie warten nicht, bis du deine IT-Infrastruktur sortiert hast.

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Barrierefreiheit im Mittelstand: Vom Gesetzestext zum Umsatz-Hebel

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UX-Horror PDF: Warum "Pinch-to-Zoom" dich Top-Talente kostet

Hast du schon mal versucht, ein DIN-A4-Blatt auf einem 6-Zoll-Smartphone zu lesen? Das ist kein Lesevergnügen, das ist digitale Körperverletzung.

In der Webdesign-Theorie wissen wir längst: Eine gute Schriftart muss auch auf kleinen Endgeräten mühelos lesbar sein. Viele Websites machen schon den Fehler, Nutzer mit 14 Pixel kleiner Schrift zu begrüßen. Ein PDF setzt dem Ganzen die Krone auf: Es ist starr. Es reagiert nicht. Es zwingt den Nutzer zur Interaktion, die er hasst: Pinch-to-Zoom.

Bewerber müssen reinzoomen, nach rechts wischen, lesen, nach links wischen, runterscrollen, wieder reinzoomen. Das macht keinen Spaß. Und User Experience (UX) bedeutet simpel gesagt: Wie fühlt sich der Nutzer dabei? Fühlt er sich nicht wohl oder überfordert, ist er weg.

Der tödliche Medienbruch

Das größte Verbrechen des PDFs ist aber nicht die schlechte Lesbarkeit. Es ist die Sackgasse am Ende des Dokuments. Eine professionelle Landingpage hat ein klares Ziel und einen eindeutigen Call-to-Action (CTA). Der Nutzer soll klicken. Im PDF sieht das meistens so aus: "Bewerben Sie sich unter karriere@unternehmen.de".

Was muss Lena (unsere Bewerberin aus der Bahn) jetzt tun?

  1. Sie versucht, die E-Mail-Adresse zu markieren (fummelig auf dem Touchscreen)
  2. Sie kopiert die Adresse
  3. Sie schließt den Browser/Viewer
  4. Sie öffnet ihre Mail-App
  5. Sie fügt die Adresse ein
  6. Stopp. Was schreibt sie jetzt?

Sie hat ihren Lebenslauf nicht auf dem Handy. Sie hat keine Lust, jetzt am Handy "Sehr geehrte Damen und Herren..." zu tippen. Der Flow ist unterbrochen. Wir nennen das Medienbruch. Du zwingst den Nutzer, die Plattform zu wechseln und Barrieren zu überwinden, statt ihn mit einem Klick ans Ziel zu führen. Im E-Commerce wäre das so, als müsste man für den Kaufabschluss erst eine E-Mail an Amazon schreiben. Die Abbruchquote liegt hier bei nahezu 100 %, wenn die Motivation nicht extrem hoch ist.

Die rechtliche Falle: Barrierefreiheit (BFSG)

Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verschärft. Digitale Dienstleistungen müssen für alle Menschen zugänglich sein. Ein statisches PDF, das von Screenreadern nicht vernünftig ausgelesen werden kann, ist oft nicht konform. Eine moderne Webflow-Seite hingegen lässt sich technisch sauber aufsetzen, sodass Struktur, Kontraste und Lesbarkeit für alle Nutzergruppen gewährleistet sind.

Du riskierst mit PDFs 2026 also nicht nur Bewerberflucht, sondern theoretisch auch Abmahnungen.

Fazit dieses Kapitels

Du investierst Zeit und Geld, um Leute auf deine Stellenanzeige zu bekommen. Aber sobald sie da sind, servierst du ihnen ein Format, das:

  1. Auf ihrem Hauptgerät (Smartphone) kaum lesbar ist
  2. Keine direkte Handlung ("Bewerben") zulässt
  3. Veraltet wirkt

Die Sekunde, in der ein Nutzer entscheidet "Hot or Not", ist kurz. Ein PDF ist fast immer ein "Not".

Hier wurde zwar auf ein internes Karriereportal gesetzt, die Umsetzung jedoch könnte kaum schlechter sein. Nicht nur wird die Sprache in den einzelnen Absätzen gewechselt, auch ist der Bewerben-Button unten rechts quasi unsichtbar. Aus UX-Sicht eine Katastrophe.

Mindset-Shift: Deine Karriereseite ist eine Landingpage

Lass uns kurz das Ego beiseitelegen: Die Zeiten, in denen Bewerber dankbar waren, bei dir vorsprechen zu dürfen, sind vorbei. In einem Arbeitnehmermarkt bewirbt sich das Talent nicht bei dir. Du bewirbst dich beim Talent.

Das bedeutet: Deine Karriereseite ist keine digitale Pinnwand für Aushänge. Sie ist eine Verkaufsseite (Landingpage). Eine professionell erstellte Landingpage hat ein einziges Ziel und richtet den gesamten Content und das Design darauf aus. Im E-Commerce ist das Ziel der Kauf. Im Recruiting ist es die Bewerbung (der "Lead"). Wenn du das verstanden hast, ändert sich deine komplette Kommunikation.

Hör auf zu fordern, fang an zu bieten

Die meisten klassischen Stellenanzeigen (und PDFs) sind arrogante Wunschlisten:

  • "Sie bringen mit..."
  • "Wir erwarten..."
  • "Voraussetzung ist..."

Das ist, als würdest du einem Kunden beim ersten Date erzählen, was er alles tun muss, um dich heiraten zu dürfen. Unsexy. Gutes Marketing verkauft keine Features, sondern Lösungen. Die meisten Menschen suchen nach Lösungen für ein bestehendes Problem. Was ist das "Problem" eines Top-Talents? Vielleicht Langeweile im jetzigen Job, ein cholerischer Chef oder fehlende Weiterentwicklung.

Deine Karriereseite muss genau hier den Anker werfen. Dreh die Kommunikation um:

  • Alt (Feature): "Hohe Belastbarkeit und Flexibilität erwartet."
  • Neu (Lösung/Benefit): "Wir halten dir den Rücken frei: Keine Überstunden am Wochenende und flexible Home-Office-Tage, damit dein Privatleben nicht zu kurz kommt."

Merkst du den Unterschied? Das eine schreckt ab, das andere erzeugt ein "Will ich haben"-Gefühl.

Der psychologische "Halo-Effekt"

Warum ist das Design dabei so wichtig? Weil wir Menschen von der Verpackung auf den Inhalt schließen. Wenn ein Bewerber auf deine Seite kommt und "irgendwas kommt ihm mächtig verdächtig vor", ist er weg. In wenigen Sekunden entscheidet er: Hot or Not.

Eine veraltete, langsame oder hässliche Karriereseite sendet eine fatale Botschaft an das Unterbewusstsein des Kandidaten: "Wenn schon der Bewerbungsprozess so anstrengend, altbacken und kompliziert ist – wie schlimm ist es dann erst, hier tatsächlich zu arbeiten?"

Ein Top-Talent, das die Wahl hat, tut sich keine schlechten Prozesse an. Umgekehrt signalisiert eine High-End Webflow-Seite mit interaktiven Elementen und klaren Call-to-Actions (CTAs): "Hier arbeiten Profis. Hier wird Wert auf Qualität gelegt. Hier werde ich wertgeschätzt."

Deine neue Recruiting-Checkliste

Behandle deine Karriereseite wie deine wichtigste Produktseite. Das bedeutet konkret:

  1. Voller Fokus auf das Ziel: Keine Navigation, die vom "Jetzt bewerben"-Button ablenkt. Schmeiß alles raus, was nicht zwingend notwendig ist.
  2. Social Proof: Zeig echte Menschen. Zitate von Mitarbeitern bauen Vertrauen auf – viel mehr als jeder Werbetext.
  3. Hero-Section: Der erste sichtbare Bereich muss sitzen. Wer bist du, was machst du und warum sollte ich hier arbeiten?

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Der Recruiting-Funnel: In 60 Sekunden zur Bewerbung - ohne Anschreiben

Erinnerst du dich an Lena aus der S-Bahn? Wir haben sie bisher auf eine Landingpage geholt und ihr Interesse geweckt. Jetzt kommt der entscheidende Moment: Der Abschluss. Im E-Commerce wissen wir: Ein komplizierter Bestellvorgang ist einer der Hauptgründe für Kaufabbrüche. Wenn der Kunde erst ein Kundenkonto anlegen und unnötige Daten wie Geburtsdatum oder Festnetznummer eingeben muss, ist er weg.

Im Recruiting machen wir genau diesen Fehler täglich. Wir verlangen:

  1. Lebenslauf (Upload)
  2. Anschreiben (Upload)
  3. Zeugnisse (Upload)
  4. Und dann soll man oft trotzdem noch alle Daten händisch in ein Formular abtippen.

Das ist der "Conversion-Killer" Nummer eins. Hier ist die moderne Lösung: Der Recruiting-Funnel.

Das Prinzip: Quiz statt Formular-Wüste

Statt den Bewerber mit einem riesigen Formular zu erschlagen, nutzen wir interaktive Multi-Step-Formulare. Das fühlt sich für den Nutzer nicht wie Arbeit an, sondern wie ein kleines Quiz.

Auf dem Smartphone tippt Lena einfach auf Antworten, statt Texte zu schreiben:

  • "Wie viele Jahre Erfahrung hast du im Projektmanagement?" (Button: > 5 Jahre)
  • "Welche Tools beherrschst du?" (Auswahl: Jira, Asana, Trello)
  • "Wann könntest du starten?" (Button: In 3 Monaten)

Jeder Klick ist ein kleines Erfolgserlebnis ("Micro-Commitment"). Der psychologische Effekt ist gewaltig: Wer schon 3 Fragen beantwortet hat, will den Prozess auch abschließen.

Kill das Anschreiben (Ernsthaft!)

Seien wir ehrlich: Wer liest 2026 noch Standard-Anschreiben? "Hiermit bewerbe ich mich als..." - geschenkt. Das Anschreiben ist eine massive Hürde für Kandidaten, die gerade mobil unterwegs sind. Es hat keinen Mehrwert, es kostet nur Zeit.

Die Alternative: Lass Bewerber ein kurzes Video aufnehmen oder eine Sprachnachricht senden. Videos sind ein mächtiges Werkzeug. Sie transportieren Emotionen und Persönlichkeit viel besser als Text. Ein 30-Sekunden-Video ("Wer bin ich und warum habe ich Bock auf den Job") sagt dir mehr über den Cultural Fit als zwei Seiten Bla-Bla in Times New Roman.

Nur die nötigsten Daten (Datensparsamkeit gewinnt)

Datenkraken schrecken ab. Frage im ersten Schritt nur das ab, was du wirklich brauchst, um den Kontakt aufzunehmen:

  • Name
  • Telefonnummer / E-Mail
  • Link zum LinkedIn/XING-Profil (statt Lebenslauf-Upload)

Das reicht! Den detaillierten Lebenslauf kannst du im Zweitgespräch immer noch anfordern. Aber für den Erstkontakt ("Lead") muss die Hürde so niedrig wie möglich sein. Denk an die "Gastbestellung" im Onlineshop: mach es dem Nutzer so einfach wie möglich.

"Um einen ersten Eindruck von ihnen zu erhalten,..." - warum den ganzen Kram erst zusammensuchen, einscannen, manuell hochladen? Die bequemere Lösung: LinkedIn-Profil angeben. Vorteil für den Arbeitgeber: Er bekommt noch viele weitere Informationen über die bisherigen Tätigkeiten und Qualifikationen als in einem normalen Lebenslauf. Wir haben uns 25 verschiedene Bewerbungsformulare aus unterschiedlichen Branchen angeschaut. Ergebnis: Lediglich zwei Mal gab es die Möglichkeit, sein LinkedIn-Profil anzugeben. Bei einem Arbeitgeber konnten wir LinkedIn teilen oder aber den CV manuell hochladen - top!

Technik, die liefert: Webflow vs. WordPress-Plugins

Warum predigen wir hier Webflow? Weil du diese Funnels dort nahtlos und designgetreu bauen kannst. In veralteten WordPress-Installationen scheitert so etwas oft an "frickeligen" Plugins, die die Ladezeit ruinieren oder mobil nicht bedienbar sind. Touchfreundliche Elemente müssen groß genug sein (mindestens 44x44 Pixel), damit man sie bequem mit dem Finger bedienen kann. Webflow garantiert dir diesen Standard ohne lästige Wartungsverträge oder Sicherheitslücken.

Das Ergebnis: Bewerbung in 60 Sekunden

Wenn Lena in der Bahn sitzt, klickt sie sich durch 5 Fragen, hinterlässt ihren LinkedIn-Link und drückt auf "Senden". Dauer: 58 Sekunden. Gefühl: "Wow, das ging einfach." Du hast den Lead. Du kannst sie anrufen. Der Prozess liegt jetzt bei dir. Und genau so gewinnst du 2026 die Fachkräfte, die deine Konkurrenz noch mit PDF-Formularen quält.

Mein Tipp

Mache es deinem Bewerber so einfach wie möglich. Keine langen Formulare, stattdessen kurze Abfragen, um die eingehenden Bewerbungen zu qualifizieren. Die bereits erwähnten 60 Sekunden sollten hier der Richtwert sein. Alternativ kannst du auch einen Rückruf- oder WhatsApp-Service anbieten. Der Bewerber trägt seine Telefonnummer an, alles weitere läuft dann über ein kurzes Telefonat oder aber WhatsApp.

Sichtbarkeit: Warum Google Webflow liebt und dein PDF ignoriert

Du hast die beste Stelle der Welt zu vergeben. Tolles Gehalt, Obstkorb (gähn), echte Benefits. Aber niemand bewirbt sich. Warum? Weil deine Stelle im digitalen Bermudadreieck verschwindet.

Ein PDF ist für Google eine Sackgasse. Es ist ein "totes Dokument". Google kann es zwar indexieren, aber es versteht die Struktur nicht. Es weiß nicht, was Überschrift und was Fließtext ist. Eine Webflow-Karriereseite hingegen ist reines Kraftfutter für den Suchalgorithmus.

Geschwindigkeit ist Ranking-Faktor (Core Web Vitals)

Seit Jahren sind die Ladezeit und die Stabilität einer Seite entscheidende Faktoren für das Google-Ranking (die sogenannten "Core Web Vitals"). Das Prinzip ist simpel: Wenn deine Seite zu lange lädt, straft Google dich ab. Hier kommt der technologische Unterschied ins Spiel:

  • Veraltete WordPress-Systeme: Sind oft aufgebläht mit Plugins, die die Seite langsam machen
  • PDFs: Müssen komplett heruntergeladen werden (Datenvolumen!), bevor man etwas sieht
  • Webflow: Generiert sauberen, schlanken Code. Die Seite lädt sofort

Das Ergebnis: Google liebt schnelle Seiten. Wenn deine Karriereseite technisch sauber aufgesetzt ist, landest du in den Suchergebnissen vor der Konkurrenz, die ihre Kandidaten zum Download zwingt.

Struktur schlägt Chaos

Google liest deine Seite wie ein Buch. Es sucht nach einer Hierarchie: Eine klare H1-Überschrift (die Jobbezeichnung), gefolgt von H2-Überschriften (Aufgaben, Profil). Auf einer Landingpage kannst du diese Struktur perfekt für Suchbegriffe wie "Projektmanager Job Oldenburg" optimieren. Du sagst der Suchmaschine genau, worum es geht.

Ein PDF hat diese semantische Struktur meistens nicht. Für Google ist es oft nur ein Bild mit Text. Die Chance, damit organisch ("kostenlos") gefunden zu werden, geht gegen Null.

Du verbrennst Werbebudget (Quality Score)

Vielleicht sagst du: "Egal, ich schalte eh bezahlte Anzeigen auf LinkedIn oder Google." Dann ist das PDF erst recht dein Feind. Werbeplattformen bewerten die Qualität deiner Zielseite (Quality Score).

  • Leitest du den teuer eingekauften Klick auf eine mobil-optimierte, schnelle Landingpage? Score hoch → Klickpreis sinkt.
  • Leitest du den Klick auf ein PDF oder eine langsame Startseite? Score runter → Klickpreis steigt.

Du zahlst also wortwörtlich Strafe dafür, dass deine User Experience schlecht ist. Google hat ein großes Interesse daran, dass der Nutzer findet, was er sucht. Wenn du ihn "im Regen stehen lässt", indem du ihm keine relevante Landingpage bietest, dreht Google dir den Geldhahn zu.

Der blinde Fleck: Retargeting

Einer der mächtigsten Hebel im Marketing ist das Retargeting: Jemanden, der schon mal da war, später erneut ansprechen.

  • Besucher war auf der Karriereseite → hat nicht beworben → sieht morgen auf Instagram dein Video: "Hey, noch Interesse?"

Mit einer Webflow-Seite und den richtigen Cookie-Settings ist das Standard. Mit einem PDF? Unmöglich. Du weißt nicht, wer es geöffnet hat. Du hast keine Daten. Du fliegst blind.

Fazit dieses Kapitels

Eine moderne Karriereseite arbeitet für dich, auch wenn du schläfst. Sie zieht organischen Traffic über Google und macht deine bezahlten Anzeigen billiger. Ein PDF liegt nur faul auf dem Server rum und wartet darauf, gefunden zu werden.

Mein Tipp

So richtig interessant wird es erst, wenn du Stellenanzeigen mit dem sogennanten Schema-Markup ausstattest. Dadurch kann Google die Ausschreibungen besser lesen und verarbeiten. So hast du die Chance, dass deine Anzeige auch prominenter in den Suchergebnissen angezeigt wird.

Mit der Verwendung von Schema-Markups hast du die Möglichkeit, noch mehr Aufmerksamkeit für deine offenen Stellen zu generieren. Kostenlos und mit nur wenigen Minuten Arbeit.

Fazit & Nächster Schritt: Schluss mit "Post & Pray"

Lass uns Tacheles reden: Wenn du bis hierhin gelesen hast, weißt du, dass dein aktueller Prozess Geld verbrennt. Du kannst natürlich weitermachen wie bisher. Du kannst weiter PDFs hochladen, hoffen und beten ("Post & Pray"), dass sich irgendjemand durch den Zoom-Dschungel kämpft. Aber dann beschwere dich 2026 nicht über den Fachkräftemangel. Der Markt ist nicht leer – deine Tür ist nur zu.

Du hast jetzt die Wahl: Willst du der Arbeitgeber sein, der nervt? Oder der, der begeistert? Hier sind deine drei Hausaufgaben:

  1. Kill das PDF: Nimm deine Stellenanzeige sofort vom Netz, wenn sie mobil nicht mit einem Klick bedienbar ist. Ein schlechter Prozess ist schlimmer als gar keiner, weil er deine Marke beschädigt.
  2. Denke wie ein Verkäufer: Deine Karriereseite ist kein Aushang am schwarzen Brett. Sie ist deine wichtigste Landingpage. Sie muss verkaufen, nicht informieren. Streiche "Wir suchen" und ersetze es durch "Das hast du davon".
  3. Mach es einfach: Wir schreiben das Jahr 2026. Niemand füllt mehr Formulare aus. Ein Quiz-Funnel ("Bewerbung in 60 Sekunden") ist kein "Nice-to-have", sondern der neue Standard, den Talente erwarten.

Wir schauen uns das an (Schonungslos ehrlich)

Du bist dir unsicher, ob deine aktuelle Seite Kandidaten abschreckt? Wir bauen nicht nur Websites, wir bauen Recruiting-Maschinen. Wir wissen, wie man High-End Design mit technischer Perfektion (Webflow) verbindet, damit Google und Bewerber dich lieben.

Lass uns deinen Prozess checken.

Kein Verkaufsgespräch, sondern eine Analyse: Wo verlierst du die Leute? Ist es die Technik, der Text oder die UX? Wir schauen uns deine Seite an und sagen dir in 15 Minuten, warum sich keiner bewirbt und wie wir das ändern. Buche noch heute unseren kostenlosen 360 Grad Website-Check.

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