Keine Anfragen über die Website? Diese sechs Fehler kosten dich jeden Monat Geld

Matthijs van der Meer
Webflow Developer
1. Februar 2026
22 Minuten Lesedauer
Das erwartet dich in diesem Artikel
Warum deine 15.000€-Website eine Deko-Seite ist, wenn niemand versteht was du verkaufst
Weshalb ein einziger CTA 63% mehr Anfragen bringt als fünf verschiedene Buttons
Weshalb eine Bewertung von "M. Schmidt" niemandem Vertrauen gibt (aber echte Namen + Fotos konvertieren)
Warum komplizierte Navigation nicht "professionell" ist, sondern einfach nur nervt

Du hast 15.000€ in eine neue Website gesteckt. Sieht schick aus. Läuft technisch. Nur leider: Deine Website generiert keine Leads. Das Kontaktformular verstaubt. Die Anfragen bleiben aus. Null Reaktion. Willkommen im Club der schönen, aber nutzlosen Websites. Spoiler: Meistens sind es dieselben sechs Fehler, die dafür sorgen, dass keine Anfragen über die Website kommen. Und die Hälfte davon kannst du heute noch fixen. Ohne Entwickler. Ohne Budget. In diesem Artikel zeige ich dir die sechs häufigsten Gründe, warum deine Website keine Leads generiert und konkrete Lösungen, die du sofort umsetzen kannst.

Grund #1: Unklares Wertversprechen (Was macht ihr eigentlich?)

Selbst-Test: Öffne deine Startseite. Kann ein 12-Jähriger in 5 Sekunden sagen, was du verkaufst und warum er dich kontaktieren sollte? Nein? Glückwunsch, du hast den ersten Grund gefunden, warum deine Website keine Anfragen generiert.

Das Problem

Die meisten B2B-Websites starten mit sowas hier: "Wir sind Ihr strategischer Partner für ganzheitliche digitale Lösungen im Bereich der innovativen Unternehmensentwicklung."

Cool. Und was machst du jetzt konkret? Dein Besucher hat keine 30 Sekunden Zeit, dein Geschäftsmodell zu entschlüsseln. Der hat ein Problem, braucht eine Lösung und checkt parallel noch 4 andere Tabs. Wenn du nicht sofort sagst, was Sache ist, ist er weg und dein Konkurrent freut sich über einen Lead.

Das Ergebnis: Deine Website generiert keine Leads, weil niemand versteht, was du eigentlich anbietest.

Eines meiner Lieblingsbeispiele für eine richtig starke und trotzdem simple Hero Section. Kräftige Headline, knackige Copy und ein sofortiger Produkteinstieg mit enormen Mehrwert.

Die Lösung

Ersetze Agentur-Lyrik durch klare Ansagen, ohne Marketing-Poesie.

Schlecht: "Wir transformieren Ihre digitale Präsenz durch innovative Webdesign-Prozesse."

Besser: "Wir bauen Websites, die verkaufen. Mit Webflow. Ohne Wartungsvertrag."

Noch besser: "Deine Website soll Kunden bringen, nicht nur schön aussehen. Wir bauen sie in Webflow - schnell, wartungsarm, auf Conversion getrimmt."

Siehst du den Unterschied? Konkret statt schwammig. Nutzen statt Feature. Ehrlich statt aufgeblasen.

Quick-Win für heute

Schreib deine Hero-Headline neu. Eine Zeile. Maximal 12 Wörter. Frag dich: Was kriegt der Kunde, wenn er mit mir arbeitet? Nicht: "Was machen wir?" Sondern: "Was hat ER davon?"

Beispiel gefällig?

  • Statt "Full-Service Webdesign-Agentur""Websites, die dein Telefon klingeln lassen"
  • Statt "Ihre digitale Transformation""Mehr Anfragen. Weniger Technik-Ärger."

Hätten wir auch nicht gedacht, aber das allein kann deine Website Conversion um 20-40% hochjagen. Bei einem mittelständischen Maschinenbauer aus der Region haben wir genau das getestet: Alte Hero-Section mit "Ihr Partner für innovative Fertigungslösungen" gegen neue Version mit "Präzisionsteile in Serie - ohne Qualitätsverlust bei Großaufträgen".

Resultat nach 4 Wochen: 34% mehr Kontaktanfragen. Gleicher Traffic, gleiche Zielgruppe, nur klarere Ansage. Solche Conversion-Optimierungen sind der Kern unserer Webdesign-Arbeit in Oldenburg: Websites sollen verkaufen, nicht nur existieren oder schön aussehen.

Lesetipp
Webflow-Umzug leicht gemacht: So gelingt der Plattformwechsel

Wer sich mit WordPress, Shopify oder Wix herumärgert, kennt die typischen Probleme: Wartungsaufwand, Performance-Probleme und Design-Einschränkungen. Genau hier kommt Webflow ins Spiel. Doch lohnt sich der Umstieg wirklich? Und welche Herausforderungen bringt er mit sich?

Sechs typische Gründe für einen Plattformwechsel
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Grund #2: Kein Call-to-Action (oder gleich 17 davon)

Selbst-Test: Scroll durch deine Startseite. Zähl die Buttons. Wenn du bei 5 angekommen bist und noch nicht am Footer bist, haben wir ein Problem.

Das Problem

Es gibt zwei Extreme, und beide sind tödlich für deine Lead-Generierung:

Extrem A: Der Button-Friedhof

"Jetzt anfragen", "Kostenlos beraten lassen", "Zum Konfigurator", "Download Whitepaper", "Newsletter abonnieren", "Termin buchen", "Rückruf anfordern"...

Dein Besucher soll sich entscheiden wie im Restaurant mit 400-seitiger Speisekarte. Das Ergebnis? Er bestellt gar nichts und geht zu McDonald's.

Extrem B: Die CTA-Wüste

Wunderschönes Design, toll getextet, am Ende steht: "Kontakt" im Footer. Das war's. Niemand klickt auf "Kontakt" wenn du ihn nicht aktiv dazu aufforderst. Selbst wenn dein Service der Hammer ist. Menschen sind faul.

My point of View

Call to Actions werden extrem unterschätzt. Buttons werden viel zu häufig ohne Sinn und Verstand gesetzt, um den Nutzer zu irgendeiner Aktion zu drängen - ganz egal was. Das ist verschwendetes Potenzial und legt offen, dass keine richtige Strategie ausgearbietet wurde.

Die Lösung

Ein Haupt-CTA. Maximal zwei. Frag dich: Was ist DER nächste Schritt, den 80% deiner Besucher gehen sollen, damit mehr Leads über die Website reinkommen?

  • Website-Projekt anfragen? → "Projekt anfragen"
  • Erstgespräch? → "15 Min Kennenlernen buchen"
  • Angebot einholen? → "Kostenloses Angebot holen"

Nicht alle drei auf einer Seite. Einer. Der zieht sich dann durch die ganze Seite. Hero, nach jedem Argument, vor dem Footer.

Der Nebendarsteller (optional):

Wenn du einen zweiten CTA brauchst, dann als Low-Commitment-Alternative:

  • Haupt-CTA: "Projekt starten" (High Intent)
  • Neben-CTA: "Beispiele ansehen" (Low Intent)

Aber optisch unterscheidbar. Der Haupt-Button schreit. Der zweite flüstert. So optimieren wir Landing Pages für maximale Conversion - mit klaren CTAs, die konvertieren.

Beispiel aus der Praxis

Vorher: 5 Buttons im Hero: "Angebot anfordern", "Referenzen", "Über uns", "Rückruf vereinbaren", "Newsletter" Nachher:

  • 1 Button: "Kostenlosen Check buchen" (grün, fett, unübersehbar)
  • 1 Text-Link: "Oder erst Referenzen ansehen" (grau, dezent)

Ergebnis bei einem Kunden: Website Anfragen steigern um 63%. Weil der Besucher endlich wusste, was wir von ihm wollen.

Quick-Win für heute

Öffne deine Seite. Lösch gedanklich alle CTAs. Jetzt setz genau EINEN zurück, den wichtigsten. Der Rest? Entweder streichen oder visuell runterstufen (Outline-Button statt Solid, Text-Link statt Button). Bonus-Tipp: Schreib auf den Button, was passiert, nicht nur "Kontakt".

  • Statt "Kontakt" → "Kostenloses Erstgespräch buchen"
  • Statt "Mehr erfahren" → "Siehe, wie wir's machen"

Menschen klicken lieber auf konkrete Versprechen als auf Floskeln. Das ist Conversion Optimierung deiner Website auf Reinform.

In diesem Onlineshop haben wir gleich mehrere Probleme: Das Design ist sehr fragwürdig und es gibt keinen einzigen Call to Action. Besonders interessant der Textbaustgein "fake Chelsea shirts" oben links.

Grund #3: Komplizierte Navigation (User finden nicht, was sie suchen)

Selbst-Test: Gib einem Kollegen dein Handy mit deiner Website drauf. Sag ihm: "Finde raus, was eine Zusammenarbeit kostet." Stopp die Zeit. Wenn er nach 30 Sekunden aufgibt: Bingo! Wieder ein Grund, warum deine Website keine Leads generiert.

Das Problem

Viele Websites sind gebaut wie ein IKEA ohne Pfeile. Theoretisch ist alles da. Praktisch findest du nichts.

Klassiker Nr. 1: Die Mega-Navigation

8 Hauptmenü-Punkte. Jeder mit 5 Unterpunkten. Und dann noch Unterunterpunkte. Dein Besucher braucht einen Kompass und einen Sherpa. Beispiel gefunden auf einer echten B2B-Seite: Leistungen → Digitalisierung → Webentwicklung → Individuelle Lösungen → Custom CMS. Mann, ich wollte nur wissen, ob ihr Websites baut.

Klassiker Nr. 2: Kreative Menü-Namen

"Universum" statt "Über uns". "Impulse" statt "Blog". "Synergien" statt "Leistungen". Glückwunsch, du hast das kreativste Menü in der Region. Leider versteht es keiner.

Klassiker Nr. 3: Wichtiges ist versteckt

Preise? Nur nach Kontaktaufnahme. Referenzen? Irgendwo im Footer unter "Projekte/Archiv/2019". Die Info, dass du nur in Norddeutschland arbeitest? Steht im Impressum.

Eine Navigation mit wenig Durchblick. Eine wirkliche Priorisierung ist nicht zu erkennen.

Die Lösung

Regel 1: Maximal 5 Hauptmenü-Punkte

Mehr braucht kein Mensch. Wirklich nicht. Standard-Setup für B2B:

  • Startseite (oder Logo)
  • Leistungen
  • Referenzen
  • Über uns (oder Team)
  • Kontakt

Alles andere kann ins Footer-Menü oder gar nicht auf die Website.

Regel 2: Sag, was draufsteht

Nenn "Leistungen" nicht "Solutions Hub". Nenn "Kontakt" nicht "Let's connect". Menschen scannen Websites in 0,3 Sekunden. Die haben keine Zeit für deine Marketing-Poesie.

Regel 3: Wichtiges gehört nach oben

Wenn 60% deiner Anfragen kommen, weil jemand deine Preise gecheckt hat, dann link die verdammten Preise prominent. Nicht im Text auf Seite 4 verstecken. Wenn du nur in bestimmten Regionen arbeitest, schreib's auf die Startseite. Spart dir und dem Besucher Zeit.

Quick-Win für heute

Öffne Google Analytics (oder schau in deine Anfragen der letzten 3 Monate). Welche 3 Seiten werden am meisten besucht, bevor jemand das Kontaktformular ausfüllt? Genau die gehören ins Hauptmenü. Der Rest? Footer, Blog-Sidebar oder weg damit.

Bonus: Nutz beschreibende Menü-Namen. Wenn auf "Leistungen" geklickt wird und dahinter verbirgt sich nur eine einzige Leistung? Spar dir die Zeit und schreib direkt den Namen deiner Dienstleistung in die Navigation.

Grund #4: Technical Basics fehlen (Speed + Mobile)

Selbst-Test: Öffne deine Website auf dem Handy. Mit gedrosseltem 4G (geht in Chrome DevTools). Warte. Wenn du nach 5 Sekunden noch auf einen grauen Screen starrst: Jackpot, du hast den nächsten Killer gefunden.

Das Problem

Hätten wir auch nicht gedacht, aber manche Seiten brauchen 8 Sekunden zum Laden. Auf dem Handy. 2025. Und dann ist das Layout kaputt. Buttons überlagern sich. Texte laufen raus. Du musst zoomen wie bei einem Piratenschatz-Scan.

Warum das tödlich ist: Google liebt schnelle Seiten. Dein Besucher noch mehr. Laut Google/SOASTA Research: Jede Sekunde Ladezeit kostet dich 7% Conversion. Bei 5 Sekunden bist du bei -35%. Und 53% aller Mobile-User springen ab, wenn's länger als 3 Sekunden dauert.

  • 1.000 Besucher/Monat
  • 5% Conversion-Rate (wären 50 Anfragen)
  • Website lädt 5 Sekunden → 35% weniger = nur noch 32 Anfragen

Du verlierst 18 potenzielle Kunden. Jeden Monat. Weil deine Seite zu fett ist. Das ist der Hauptgrund, warum keine Anfragen über Website reinkommen.

Und Mobile? 70% der B2B-Entscheider checken Websites mittlerweile auf dem Handy. Im Zug. In der Mittagspause. Zwischendurch. Wenn deine Seite auf Mobile aussieht wie Tetris, kannst du die 70% direkt abschreiben und deine Website Conversion Rate gleich mit.

Mit den kostenlosen PageSpeed Insights von Google kannst du eine erste technische Bestandsaufnahme deiner Website vornehmen. Wie schnell ist dein Server? Wie schnell wird deine Website geladen? Welche Skripte verhindern eine Website in "Mopsgeschwindigkeit"?

Die häufigsten Täter

1. Bilder in Originalgröße (5 MB statt 200 KB)

Ja, dein Headerbild ist scharf. 6000x4000 Pixel scharf. Nur leider lädt es 4 Sekunden. Niemand braucht Druckqualität im Browser.

2. Zu viele Skripte und Plugins

WordPress-Klassiker: 47 Plugins installiert. Jedes lädt eigene Scripts. 200 HTTP-Requests pro Pageload. Deine Website Geschwindigkeit ist langsamer als ein Rentner im Supermarkt.

3. Kein Responsive Design (oder schlecht gemacht)

Desktop: Sieht aus wie ein Award-Gewinner. Mobile: Sieht aus wie ein Unfall. Buttons zu klein zum Tippen. Texte unlesbar. Menü öffnet nicht. Das Formular? Verschwindet rechts aus dem Bildschirm.

Die Lösung

Speed: Komprimiere deine Bilder. Nutze WebP oder AVIF statt JPG. Lazy Loading für alles, was nicht sofort sichtbar ist. Und frag dich bei jedem Plugin: Brauche ich das wirklich? Meistens: Nein. Bei Webflow (unser Tool) ist das meiste schon optimiert. Bei WordPress? Viel Glück. Oder Geld für einen Developer.

Mobile: Test deine Seite auf echten Geräten. Nicht nur im Desktop-Browser mit "Mobile-Ansicht". Richtig. iPhone, Android, verschiedene Größen. Check:

  • Sind Buttons groß genug zum Tippen? (Mindestens 44x44 Pixel)
  • Ist Text lesbar ohne Zoom? (Mindestens 16px Font-Size)
  • Funktioniert das Menü?
  • Passt das Formular auf den Screen?

Quick-Win für heute

Speed-Check: Geh auf PageSpeed Insights. Gib deine URL ein. Score unter 50? Rotes Tuch. Unter 70? Verbesserungsbedarf. Über 90? Du bist auf der sicheren Seite. Die Tool gibt dir konkrete Tipps, was du fixen musst. Die größten Brocken zuerst.

Mobile-Check: Nimm dein Handy. Öffne die Seite. Versuch, das Kontaktformular auszufüllen. Nervt dich was? Deine Besucher nervt es auch.

Kleiner Profi-Trick: Bitte jemanden aus deinem Team oder Bekanntenkreis (der die Seite NICHT kennt), auf dem Handy eine Anfrage zu stellen. Ohne Hilfe. Schau zu. Wenn er flucht, weißt du Bescheid und warum deine Website keine Leads bringt.

Lesetipp
Barrierefreiheit im Mittelstand: Vom Gesetzestext zum Umsatz-Hebel

Denkst du bei Barrierefreiheit nur an Vorschriften und Kosten? Fehler. Ende 2025 ist es der meistunterschätzte Hebel für besseres SEO und mehr Umsatz. Erfahre, warum Google barrierefreie Seiten liebt und wie du davon profitierst.

Seit Juni 2025 kontrollieren Marktüberwachungsbehörden aktiv Websites
Nicht konforme Seiten riskieren Bußgelder bis 100.000 € und Abmahnungen
Barrierefreie Seiten ranken besser, weil Google sauberen Code und Struktur liebt
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Grund #5: Keine Vertrauenssignale (Warum sollte ich DIR mein Geld geben?)

Selbst-Test: Stell dir vor, du kennst deine Firma nicht. Du landest auf deiner Website. Würdest du dir selbst 15.000€ überweisen? Für ein Projekt? Ohne zu zögern? Nein? Willkommen bei Grund #5.

Das Problem

Deine Website ist hübsch. Gut getextet. Technisch einwandfrei. Nur: Niemand weiß, ob du auch liefern kannst. Du sagst: "Wir bauen moderne Websites." Dein Besucher denkt: "Sagt der Typ von Fiverr auch."

Das ist das Dilemma: B2B-Entscheider investieren nicht in schöne Worte. Die investieren in Sicherheit. Die wollen Beweise, dass du schon mal abgeliefert hast. Dass andere dir vertraut haben. Dass du nicht nach der Anzahlung verschwindest.

Und wenn diese Vertrauenssignale Website fehlen? Dann bist du raus. Egal wie gut dein Angebot ist. Egal wie schön deine Seite aussieht. Deine Website generiert keine Leads, weil niemand dir vertraut.

Die häufigsten Vertrauens-Killer

1. Keine Referenzen (oder nur Logo-Friedhöfe)

Du hast eine "Kunden"-Seite mit 40 Logos. Schön. Aber was hast du für die gemacht? Wann? Mit welchem Ergebnis? Logos ohne Kontext sind wertlos. Jeder kann die irgendwo her kopieren.

2. Keine echten Testimonials

Oder schlimmer: Fake-O-Testimonials. "Super Service, tolle Beratung! ⭐⭐⭐⭐⭐ - M. Schmidt" Wow. M. Schmidt. Mega glaubwürdig. Ganz häufig findet man solche Bewertungen auf Online Shops. Immerhin: Du weißt, dass hier etwas faul ist.

3. Kein Team (oder nur Stock-Fotos)

"Über uns" zeigt drei Leute in Business-Klamotten, die fröhlich auf Laptops starren. Gekauft bei Shutterstock für 9,99€. Wenn ich nicht sehe, WER hinter der Firma steckt, vertraue ich nicht.

4. Keine Case Studies

Du sagst: "Wir haben schon über 100 Websites gebaut." Cool. Zeig mir EINE. Im Detail. Mit Vorher-Nachher. Mit konkreten Zahlen. Mit echtem Projekt-Ablauf. Ansonsten: leeres Versprechen.

SIeht shady aus, ist aber sinnvoll. Die Bewertungen dieses Onlineshops werden über einen externen Dienst auf der Seite gespiegelt. Jede Bewertung kann angeklickt und begutachtet werden.

Die Lösung

Zeig, dass du real bist. Und dass du ablieferst. Das klingt simpel, fällt vielen Unternehmen aber auch in Zeiten von Instagram, LinkedIn und Co. immer noch extrem schwer.

1. Echte Referenzen mit Kontext

Nicht nur Logos. Sondern:

  • Wer war der Kunde?
  • Was war das Problem?
  • Was hast du gemacht?
  • Was hat's gebracht?

2. Testimonials mit Gesicht und vollem Namen

Keine anonymen Sternchen-Bewertungen. Sondern:

  • Foto der Person
  • Voller Name + Position + Firma
  • Konkretes Zitat (nicht "Super Service", sondern "Steve hat unser Chaos in 4 Wochen in eine funktionierende Website verwandelt")

Wenn jemand mit Gesicht und Name hinter dir steht, ist das Gold wert. Einen noch größeren Einfluss hast du mit einem Video-Testimonial. Wer stellt sich schon freiwillig vor die Kamera? Richtig, kaum einer. Umso höher muss der Eindruck sein, den dein Unternehmen beim Kunden hinterlassen hat.

3. Zeig dein Team (oder dich selbst)

Echte Fotos. Keine Stock-Bilder. Bei uns: Ein Foto von Matt. Mit Hund. In Amsterdam. Real. Dazu: Kurzer Text, wer wir sind, was wir können, warum wir das machen. Menschen kaufen von Menschen. Nicht von anonymen "Teams". Hier macht die Investition in ein professionelles Fotoshooting durchaus Sinn, denn ich verspreche dir: Die “Über uns”-Seite wird extrem häufig angeklickt und genau begutachtet.

4. Mindestens eine richtige Case Study

Nimm dein bestes Projekt. Schreib auf:

  • Ausgangslage
  • Herausforderung
  • Lösung
  • Ergebnis (mit Zahlen, wenn möglich)
  • Screenshots oder Vorher-Nachher

Das zeigt: Du kannst nicht nur reden. Du kannst liefern. Besonders Handwerkerbetriebe und Tech-Unternehmen profitieren von Referenzgeschichten. Professionelle Fotos vom Fotografen sind schön, müsen aber nicht sein.

Achtung Scam-Alert: Diese Menschen sind zwar real, jedoch keine echten Mitarbeiter diesers Unternehmens. Es handelt sich hierbei um Bilder bekannter Plattformen wie Unsplash oder Pixabay. Wahrscheinlich bist du zumindest der Dame oben rechts schon einmal digital begegnet. Kein Wunder, denn ihr lizenzfreies Bild wurde plattformübergreifend bereits über vier Millionen Mal heruntergeladen.

Quick-Win für heute

Sofort umsetzbar: Nimm deine 3 besten Kunden. Schreib ihnen:

"Hey [Name], kurze Frage: Dürfte ich dich als Referenz auf meiner Website nennen? Mit Logo, kurzem Text und optional einem Zitat von dir?"

90% sagen ja. Weil du gute Arbeit gemacht hast. Dann bau das auf deine Startseite. Nicht versteckt unter "Referenzen/Archiv/2019". Sondern prominent. Über dem Fold oder direkt nach dem Hero.

Bonus:

Wenn du keine Testimonials hast: Bau eine einfache "Wall of Love" mit Screenshots von E-Mails, LinkedIn-Nachrichten oder WhatsApp-Chats, wo Kunden sich bedanken. Authentisch schlägt perfekt. Immer.

Grund #6: Formular-Falle (Niemand füllt 17 Felder aus)

Selbst-Test: Öffne dein Kontaktformular. Zähl die Pflichtfelder. Wenn du bei 5 oder mehr landest, hast du ggf. eine Conversion-Barriere gebaut, die effektiver ist als jede Firewall.

Das Problem

Du willst Leads. Also baust du ein Formular. Logisch. Aber dann denkst du: "Moment, ich brauche ja viele Infos, um zu qualifizieren!" Und zack, hast du folgendes Monster erschaffen:

  • Vorname (Pflichtfeld)
  • Nachname (Pflichtfeld)
  • E-Mail (Pflichtfeld)
  • Telefon (Pflichtfeld)
  • Firma (Pflichtfeld)
  • Position (Pflichtfeld)
  • Branche (Dropdown mit 40 Optionen)
  • Budget (Pflichtfeld)
  • Projektstart (Pflichtfeld)
  • Projektziel (Textfeld, min. 50 Zeichen)
  • Wie hast du von uns gehört? (Pflichtfeld)
  • Newsletter abonnieren? (vorausgewählt)
  • Datenschutz akzeptieren (Pflichtfeld mit 3-seitigem Text)

Dein Besucher sieht das. Denkt: "Echt jetzt?" Und ist weg. Die Psychologie dahinter: Menschen sind faul. Ich auch. Du auch. Jeder. Jedes zusätzliche Formularfeld senkt die Conversion um durchschnittlich 5-10%. Bei 10 Feldern verlierst du 50-70% deiner potenziellen Anfragen.

Du filterst nicht die schlechten Leads raus. Du filterst ALLE Leads raus. Kontaktformular optimieren heißt: weniger Felder, mehr Anfragen. Ein gutes Formular sollte sich innerhalb von 60 Sekunden ausfüllen lassen. Wir selbst haben bei uns sechs Pflichtfelder, wovon jedoch drei Drop-Downs sind mit maximal vier Optionen. Das beschleunigt den gesamten Formular-Prozess enorm.

Die häufigsten Formular-Sünden

1. Zu viele Pflichtfelder

Du brauchst keine Telefonnummer, wenn du eh erst per Mail antwortest. Du brauchst kein Budget-Dropdown, wenn du sowieso flexibel bist. Du brauchst nicht die Schuhgröße.

2. Unklare Fehlermeldungen

Formular abgeschickt. Seite lädt neu. Oben steht: "Fehler beim Absenden." Welcher Fehler? Welches Feld? Was soll ich ändern? Dein Besucher probiert's einmal. Vielleicht zweimal. Dann gibt er auf.

3. Kein Zwischenschritt möglich

Alles-oder-Nichts-Prinzip. Entweder du füllst jetzt 10 Felder aus, oder du kriegst gar keinen Kontakt. Was ist mit Leuten, die erstmal nur eine kurze Info wollen? Die sich noch nicht sicher sind? Die nur eine Frage haben? Pech gehabt. Gebe passende Alternativen wie Telefonnummer oder eine Chat-Möglichkeit.

4. Das Formular ist versteckt

Oder schlimmer: Es gibt nur "Kontakt" im Menü, der führt auf eine Seite mit Text, Adresse, Google Maps und ganz unten, im Footer-Bereich, ist dann das Formular. Niemand scrollt so weit.

Zugegeben, dieses Kontaktformular wird keinen Design-Award gewinnen. Dafür nervt es nicht mit 10 Pflichtfeldern herum. Es hat sogar Potenzial, denn einen Betreffe halte ich für unnötig.

Die Lösung

Regel 1: Maximal 3-4 Felder

Wirklich. Mehr brauchst du nicht für den ersten Kontakt. Standard-Setup:

  • Name (Vorname reicht)
  • E-Mail
  • Nachricht (optional: "Was können wir für dich tun?")
  • Optional: Telefon (aber NICHT als Pflichtfeld)

Fertig. Alle anderen Infos kriegst du im Gespräch. Oder im zweiten Schritt.

Regel 2: Baue Einstiegshürden ab

Nicht jeder will sofort ein Projekt anfragen. Manche wollen:

  • Nur eine schnelle Frage stellen
  • Ein Angebot einholen
  • Erstmal ein Kennenlernen

Gib ihnen mehrere Optionen:

  • Haupt-CTA: "Projekt anfragen" (Formular mit 3 Feldern)
  • Alternative: "Schnelle Frage per Mail" (mailto-Link)
  • Alternative: "Direkt anrufen" (Telefonnummer sichtbar)

Jeder nimmt den Weg, der ihm am bequemsten ist.

Regel 3: Formular prominent platzieren

Nicht auf einer separaten Kontakt-Seite verstecken. Sondern:

  • Auf der Startseite (nach dem Hero oder nach den Leistungen)
  • Auf jeder wichtigen Landingpage
  • Im Sticky Header (Button öffnet Overlay)

Je weniger Klicks bis zum Formular, desto besser.

Regel 4: Klare Erfolgs- und Fehlermeldungen

  • Formular erfolgreich? → "Danke! Wir melden uns innerhalb von 24h."
  • Fehler? → "Die E-Mail-Adresse scheint ungültig zu sein. Check nochmal."

Nicht: "Error 404". Nicht: "Etwas ist schiefgelaufen." Sag den Leuten, was los ist.

Beispiel aus der Praxis

Vorher: Kontaktformular mit 11 Feldern. Conversion-Rate: 1,2%.

Nachher: Formular mit 3 Feldern (Name, Mail, Nachricht). Plus Button "Oder direkt anrufen". Conversion-Rate: 4,8%.

Das sind 4x mehr Anfragen. Nur weil wir 8 Felder gestrichen haben.

Quick-Win für heute

Öffne dein Kontaktformular. Streich gedanklich alle Felder, die NICHT absolut notwendig sind für eine erste Antwort. Brauchst du das Budget-Feld? Nein, fragst du später. Brauchst du die Telefonnummer? Nein, schreibst du eh erst eine Mail.

Brauchst du die Firmengröße? Nein, interessiert dich beim ersten Kontakt nicht wirklich. Reduziere auf 3-4 Felder. Teste es eine Woche.

Bonus: Füge eine Alternative zum Formular hinzu. Telefonnummer. Mail-Adresse. WhatsApp-Link (ja, auch B2B nutzt das mittlerweile).

Manche Leute hassen Formulare. Gib ihnen eine andere Option mit dir in Kontakt zu treten. Achja, prüfe unbedingt, ob dein Formular auch mobil fein aussieht. Du weißt ja, Mobile Website-Optimierung und so.

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Fazit: Was jetzt?

Sechs Gründe, warum deine Website keine Leads generiert. Sechs Conversion-Killer. Und jetzt? Hier die Wahrheit: Du musst nicht alle sechs auf einmal fixen. Das wäre überwältigend. Und vermutlich unrealistisch.

Aber: Such dir die 2-3 größten Baustellen raus. Die, wo du beim Lesen gedacht hast: "Mist, das trifft auf uns zu." Und dann fix die. Diese Woche. Nicht irgendwann. Die Quick-Wins nochmal in Kurzform:

  1. Wertversprechen: Schreib deine Headline neu. Eine Zeile. Klar. Konkret.
  2. CTA: Reduziere auf einen Haupt-Button. Der Rest darf bleiben, aber leise.
  3. Navigation: Maximal 5 Menüpunkte. Klare Namen. Wichtiges nach oben.
  4. Speed + Mobile: PageSpeed-Check. Handy-Test. Größte Brocken fixen.
  5. Vertrauen: Hol dir 3 Testimonials. Mit Foto, Name, Firma.
  6. Formular: Reduziere auf 3 Felder. Füge Alternative hinzu.

Mach das, und deine Website Conversion Rate geht hoch. Garantiert nicht um 500%. Aber um 20-50%? Easy. Du wirst mehr Leads generieren - ohne neues Design, ohne neues Budget.

Oder du lässt es checken. Wir bieten einen kostenlosen 360° Website-Check an. Wir schauen uns deine Seite an, sagen dir konkret, wo die Probleme liegen und was du ändern solltest. Kein Geschwäfel. Keine 40-seitige PDF. Einfach: "Das sind deine 5 größten Baustellen. Fix die."

Oder du machst's selbst. Ist auch okay. Hauptsache, du machst überhaupt was. Deine Website soll Kunden bringen. Nicht nur schön aussehen. Zeit, dass sie das auch tut. Zeit, dass keine Anfragen über Website der Vergangenheit angehört.

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