Teures Design, null Umsatz: 5 Gründe, warum deine neue Website scheitert


Die Freude nach dem Relaunch deiner neuen Website ist groß, die Rechnung der Agentur bezahlt, aber das Telefon steht still. Ein Szenario, das wir viel zu oft sehen: Das Projekt war teuer, sieht schick aus, bringt aber null Umsatz. In diesem Artikel zerlegen wir die "Schöne-Hülle"-Strategie und zeigen dir 5 knallharte Gründe, warum deine Website digitale Dekoration statt einer Vertriebsmaschine ist und wie du das korrigierst.
Erinnere dich kurz an den Launch-Tag vor ein paar Monaten. Die Sektkorken haben geknallt. Dein Marketing-Team lag sich buchstäblich in den Armen. Der Geschäftsführer hat zufrieden auf den großen Konferenzraum-Monitor genickt: "Endlich sieht das modern aus. Endlich repräsentiert das unsere Qualität." Die alte, verstaubte Seite war Geschichte. Die neue Ära sollte beginnen.
Spulen wir vor ins Jahr 2026. Der Sekt ist schal. Die Euphorie ist verflogen. Und die Realität schlägt gerade hart zu: Das Telefon klingelt nicht.
Dein Postfach, das eigentlich vor Anfragen überquellen sollte, gleicht einer Geisterstadt. Dabei zeigt Google Analytics doch Besucher an? Wo sind die Leads? Du hast 15.000, 20.000 oder sogar 50.000 Euro in diesen Relaunch investiert. Du musst dich intern rechtfertigen, warum der versprochene Umsatz-Boost ausbleibt.
Die bittere Wahrheit, die dir deine letzte Agentur verschwiegen hat: Du hast keine Vertriebsmaschine gekauft. Du hast digitale Dekoration gekauft.
Es ist ein klassisches Phänomen: Viele Unternehmen lassen sich von "schönem Design" blenden und vergessen dabei, dass eine Website in erster Linie verkaufen muss. Eine hübsche Hülle bringt dir nichts, wenn die Strategie dahinter fehlt oder fundamentale Fehler gemacht wurden. Du bist nicht allein mit diesem Frust.
Aber anstatt weiter auf das Wunder zu hoffen, gehen wir jetzt auf Fehlersuche. Warum blinkt dein neuer Sportwagen, fährt aber keinen Meter? Hier sind die fünf Gründe, warum dein Relaunch gescheitert ist und wie wir den Karren wieder aus dem Dreck ziehen.
Schau dir die Startseite deiner neuen Website an. Zähl mal nach, wie oft das Wort „Wir“ in den ersten drei Absätzen vorkommt. „Wir sind Marktführer seit 1990.“ „Wir haben modernste Maschinen.“ „Wir sind ISO-zertifiziert und total innovativ.“ Klingt beeindruckend? Für dich vielleicht. Deinem Kunden ist das völlig egal.
Das ist die „Wir-Falle“. Viele Unternehmen nutzen ihre Website als digitales Denkmal für die eigene Firmengeschichte. Sie präsentieren stolz ihre 100 wichtigsten Features und Auszeichnungen. Aber dein Besucher kommt nicht auf deine Seite, um dir zu applaudieren. Er kommt, weil er ein Problem hat. Er hat „Schmerzen“. Und er sucht nach einer Tablette gegen diesen Schmerz.
Wenn deine Headline lautet: „Traditionsunternehmen Müller & Söhne - Qualität seit 30 Jahren“, dann ist die erste Reaktion deines Besuchers: Langeweile. Er sucht nach Lösungen für ein bestehendes Problem.
Ein Beispiel aus der Praxis: Wenn du einen Rohrbruch hast und einen Sanitär-Notdienst suchst, ist es dir vollkommen Wurst, ob der Betrieb mit den neuesten Werkzeugen arbeitet oder wann er gegründet wurde, du willst einfach, dass das Wasser aufhört zu laufen. Du musst Lösungen verkaufen, keine Features.
Du musst dein Mindset drehen. Deine Website darf nicht der Held der Geschichte sein. Dein Kunde ist der Held. Du bist nur der Guide, der ihm das passende Werkzeug gibt, um sein Ziel zu erreichen. Frag dich bei jedem Satz auf deiner Seite:
Wenn du auf deiner Startseite nicht sofort klar machst, wer du bist, was du machst und wie du das Problem des Kunden löst, ist er weg. Klickt er zurück zu Google, hast du verloren.
Merk dir: Niemand kauft einen Bohrer, weil er einen Bohrer haben will. Die Leute kaufen einen Bohrer, weil sie ein Loch in der Wand brauchen. Verkauf ihnen das Loch in der Wand, nicht die Drehzahl der Maschine.
Deine neue Website sieht vielleicht aus wie ein Design-Award-Gewinner. Alles fliegt rein, es gibt wilde Animationen und Videos, die automatisch starten. Visuell ein Leckerbissen? Vielleicht. Aber für den Verkauf oft reines Gift. User Experience (UX) bedeutet nicht, dass es "hübsch" aussieht. Es bedeutet, dass der Nutzer sein Ziel erreicht, ohne nachzudenken.
Ein Trend, den wir leider immer noch zu oft sehen: Das Hamburger-Menü (die drei Striche) auf dem Desktop. Ja, das sieht minimalistisch aus. Aber es ist schlecht für die User Experience. Warum? Der Nutzer muss erst klicken, nur um zu sehen, was du überhaupt anbietest.
Du versteckst deine wichtigsten Leistungen hinter einer Hürde. Je nach Zielgruppe riskierst du sogar, dass Besucher das Icon gar nicht verstehen oder es schlichtweg übersehen. Mach es deinen Besuchern so einfach wie möglich. 5 bis 7 klare Navigationspunkte geben sofort Orientierung. Wer suchen muss, ist weg.
Vielleicht hast du gedacht: "Wir packen jetzt ALLES auf die Startseite." Das Ergebnis ist oft eine völlige Überfrachtung. Niemand hat Zeit und Lust, sich durch endlose, unstrukturierte Textwüsten zu kämpfen.
Eine Überladung führt bei deinem Besucher sofort zu Überforderung. Und was macht ein überforderter Besucher? Er sucht den Notausgang (Exit) und geht zur Konkurrenz, die es ihm einfacher macht.
Einer der tödlichsten Fehler: Das "Guessing-Game". Du erklärst dein Produkt, aber sagst dem Kunden nirgendwo klar und deutlich, was er jetzt tun soll. Vertraue niemals darauf, dass der Nutzer von selbst auf die Idee kommt, dich anzurufen. Du musst ihn an die Hand nehmen. Besonders im ersten sichtbaren Bereich (Above the Fold) muss sofort klar sein, was erwartet wird.
Wenn dein Besucher erst Detektiv spielen muss, um dir Geld zu geben, hast du verloren. Eine zu komplexe Struktur ist der Todesstoß für deine Conversion. Spätestens jetzt merkst du sicherlich: Eine schlechte Nutzererfahrung sorgt gleichzeitig für weniger Umsatz.
Wir kennen das Szenario aus unzähligen Meetings: Der Website-Entwurf wird auf dem riesigen 4K-Screen im Chefbüro präsentiert. Alles wirkt luftig, die großen Bilder (Hero-Images) wirken beeindruckend, die Maus gleitet elegant über die Navigation. Der Chef nickt zufrieden: „Das ist es.“ Glückwunsch. Ihr habt gerade eine Website für eine Zielgruppe gebaut, die so kaum existiert.
Deine Kunden sitzen nicht vor einem High-End-Monitor. Sie sitzen in der Bahn, warten auf den Kaffee oder liegen auf der Couch. Sie nutzen ein Smartphone. Schon 2023 wurden über 60 % aller Online-Einkäufe mobil getätigt.
Heute, 2026, ist der Desktop für viele B2C- und selbst B2B-Kunden nur noch Zweitgerät. Wenn deine Agentur dir nur Desktop-Entwürfe gezeigt hat, hast du ein Problem.
Es ist nicht nur der Nutzer, den du vergraulst. Google bewertet deine Seite primär nach der mobilen Version (Mobile-First Indexing). Ist deine Seite mobil eine Katastrophe, straft Google dich im Ranking ab, egal wie schick sie auf dem Desktop aussieht.
Der Schnell-Test: Nimm jetzt dein Smartphone. Öffne deine Website. Versuche, mit einer Hand durch das Menü zu navigieren und eine Anfrage zu stellen. Fühlt es sich krampfig an? Dann weißt du, warum keine Anfragen kommen.
Du kennst dieses Gefühl: Du rufst eine Website auf und irgendwas kommt dir verdächtig vor. Innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheidet dein Gehirn: Hot or Not.
Viel zu oft sehen wir Websites, die komplett austauschbar wirken. Der Grund? Sie sind vollgestopft mit anonymen Stockfotos. Da stehen fünf perfekt ausgeleuchtete Menschen im Anzug um einen Laptop und lachen hysterisch auf eine Excel-Tabelle. Oder zwei Hände schütteln sich vor einem Weltkugel-Hintergrund. Lass das.
Wenn deine Website keine Persönlichkeit zeigt, klingeln bei deinem Besucher die Alarmglocken. Er fragt sich: Wer steckt dahinter? Kann ich denen vertrauen? Existiert diese Firma überhaupt wirklich?
Auch im B2B-Geschäft machen wir Geschäfte mit Menschen, die zu uns passen. Sympathie und Professionalität müssen Hand in Hand gehen. Wenn du dich hinter glatten Stockfotos versteckst, verschenkst du dein größtes Asset: Dein echtes Team. Verzichte auf unnötige Platzhalter-Bilder.
Zeige dich, erzähle deine Geschichte und teile deine Vision. Ein echtes Foto vom Geschäftsführer, der vielleicht nicht wie ein Hollywood-Star aussieht, aber kompetent in die Kamera schaut, ist tausendmal mehr wert als jedes eingekaufte Model-Lächeln.
Du kannst behaupten, dass du der Beste bist. Aber glaubwürdiger ist es, wenn andere das über dich sagen. Kundenstimmen und Rezensionen sind ein mächtiges Werkzeug, um Vertrauen aufzubauen. Potenzielle Kunden vertrauen den Erfahrungen anderer Käufer oft mehr als deinen eigenen Werbeversprechen. Der Check für deine Seite:
Fehlt das alles, wirkt deine Seite wie eine Geisterstadt – schön anzusehen, aber niemand will dort einziehen.
Niemand wartet gerne. Schon gar nicht zahlungsbereite Kunden, die eigentlich nur eine Lösung suchen. Wenn deine Website lädt wie ein Modem aus den 90ern, ist das Spiel vorbei, bevor es begonnen hat. Wir schreiben das Jahr 2026, und die Geduld der Nutzer liegt quasi bei null.
Deine Website muss sich, besonders auf mobilen Geräten, in maximal drei Sekunden vollständig von ihrer besten Seite zeigen. Dauert es länger, klicken die Leute weg. Studien zeigen knallhart: Bereits eine Verzögerung von nur einer Sekunde kann die Absprungrate um 32 % erhöhen.
Es geht nicht nur um ungeduldige Menschen. Seit Sommer 2021 ist die Ladezeit ein harter Rankingfaktor für Google. Die Suchmaschine misst die sogenannten Core Web Vitals. Diese erfassen:
Das bedeutet für dich: Du musst mit negativen Auswirkungen auf dein Ranking rechnen, wenn deine Website zu lange Ladezeiten hat. Eine langsame Seite wird also gar nicht erst gefunden.
Warum ist deine „neue“ Seite so langsam? Oft sind es handwerkliche Fehler. Häufig werden Produktbilder in viel zu großer Auflösung eingebunden. Ein 5 MB großes Bild auf der Startseite zwingt jedes Smartphone in die Knie. Wenn du ein CMS wie WordPress nutzt, versuchen Agenturen das oft mit noch mehr Plugins zu flicken (Caching, Bildoptimierer wie Imagify etc.). Das bläht den Code auf.
Moderne Systeme wie Webflow lösen das automatisch etwas eleganter: Beim Upload werden automatisch verschiedene Bildgrößen generiert, sodass das Handy nur die kleine Datei lädt und der Desktop die große. Ganz ohne Plugins und Wartungs-Stress.
Glaub uns nicht, glaub den Daten. Du kannst die Performance deines Relaunchs schnell und völlig kostenfrei überprüfen:
Beide Tools geben dir schwarz auf weiß einen Report. Wenn dort alles rot leuchtet, hast du den Grund für deine fehlenden Anfragen gefunden. Performance ist heute kein technisches Detail mehr, sie ist das Fundament für deinen Umsatz.

Wir verstehen deinen Schmerz. Du hast viel Geld investiert. Der Gedanke, das alles in die Tonne zu treten und nochmal bei Null anzufangen, verursacht physische Schmerzen und ein Loch in deiner Marketingkasse.
Das nennen Ökonomen die „Sunk Cost Fallacy“: Man wirft schlechtem Geld gutes hinterher, weil man den Fehler nicht eingestehen will. Aber oft liegt das Problem nicht am Fundament, sondern an der Einrichtung.
Vielleicht ist deine Website technisch solide, aber sie kommuniziert einfach falsch. Manchmal reicht es, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um aus dem Rohrkrepierer einen Umsatzbringer zu machen. Eine Korrektur ist fast immer günstiger als ein Neustart. Hier sind drei klassische „Quick Wins“, die wir oft umsetzen:
Wir wollen ehrlich zu dir sein: Manchmal ist der Patient auch klinisch tot. Wenn deine „neue“ Website auf einem veralteten WordPress-Theme basiert, das nur durch 35 unsichere Plugins zusammengehalten wird, dann ist jede Reparatur Zeitverschwendung.
Das ist wie ein Haus, das auf Sand gebaut wurde. Jedes Update zerschießt das Layout, die Sicherheit ist ein Sieb und Wartungsverträge halten dich in Geiselhaft. In diesem Fall ist ein sauberer Schnitt und der Umzug auf ein modernes System wie Webflow langfristig günstiger, schneller und nervenschonender.
Das Wichtigste ist jetzt: Nicht raten, sondern messen. Bevor du auch nur einen weiteren Euro investierst, musst du wissen, wo genau es drückt. Liegt es am Text? Am Design? Oder an der Technik? Du würdest ja auch nicht den Motor tauschen lassen, nur weil der Reifen platt ist.
Lass uns Tacheles reden: Wenn deine neue Website keine Anfragen bringt, ist das kein Pech. Es ist auch kein „schwieriger Markt“. Es ist in der Regel eine logische Konsequenz aus falschen Prioritäten. Du hast wahrscheinlich eine Menge Geld für Design ausgegeben, aber das Business vergessen. Fassen wir die drei Hauptverdächtigen noch einmal kurz zusammen:
Du kannst jetzt weiter hoffen, dass sich das Problem von alleine löst. (Spoiler: Wird es nicht.) Oder du fängst an, deine Website als das zu behandeln, was sie ist: Ein Investitionsgut, das Rendite bringen muss.
Wir bei wyreframe raten nicht. Wir schauen auch nicht in die Glaskugel. Wir messen. Wir analysieren deine Seite technisch, inhaltlich und strukturell. Wir finden heraus, warum der Besucher abspringt und wo dein Geld verbrennt.